Zahnen

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Ihr Baby bekommt seine ersten Zähne

Sie gehören zu Babys perfektem Lächeln: die ersten Zähne, auch Milchzähne genannt. Bis die ersten Zähnchen sichtbar sind, schieben sich diese langsam heraus – dies nennen Zahnärzte „Zahnen“. Jedes Baby erlebt das Zahnen anders. Bei manchen geht der Prozess des Zahnens fast unbemerkt vonstatten, andere leiden sehr unter den Schmerzen, die das Erscheinen der ersten weißen Zähnchen im Mund verursacht.

Zahnen

Beginn des Zahnens

Das erste Zähnchen wird bei den meisten Babys zwischen dem 4. und dem 7. Lebensmonat sichtbar. Bei einigen Frühentwicklern kann ein Zähnchen auch bereits im 3. Lebensmonat zu sehen sein, während manche Babys erst mit Vollendung des ersten Lebensjahres Zähnchen zeigen. Sehr selten kommen vereinzelt Babys bereits mit einem Zähnchen zur Welt.

Wann auch immer Ihr Baby sein erstes Zähnchen zeigt, es ist immer ein erinnerungswürdiger Moment, den Sie in Fotos und einem Eintrag ins Baby wertschätzen sollten.

Tatsächlich entwickeln Babys bereits im Mutterleib ihre Zähne, welche zu dem Zeitpunkt im Kiefer verborgen sind. Babys zahnen dann über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg. Häufig wird dabei eine bestimmte Reihenfolge eingehalten. So sind es meist die beiden unteren Schneidezähne, die zuerst sichtbar werden. Danach erst folgen die seitlichen und die hinteren Zähne.

Nicht ungewöhnlich ist es auch, dass mehrere Zähne sich gleichzeitig herausschieben. Manchmal sind die Zähnchen dann nicht sofort ganz gerade – dies ist kein Grund zur Sorge, meist werden die Zähnchen ganz von selbst später gerade.

Erst ab der Vollendung des zweiten Lebensjahres erscheinen dann die letzten Zähne, die beiden hintersten Backenzähne unten und oben im Kiefer des Kindes.

Ein vollständiges Milchzahngebiss haben Kinder dann spätestens mit drei Jahren. Dieses behalten die Kinder dann bis zum Ende der Kindergartenzeit (um den sechsten Geburtstag herum). Erst dann beginnen die zweiten Zähne sich zu zeigen.

wann kommen die ersten zähne?


Symptome des Zahnens: Die ersten Zähne kündigen sich an

Einige Babys Zahnen ohne irgendwelche Anzeichen. Viele Eltern beobachten hingegen deutliche Zeichen von Unwohlsein bei ihren Babys während des Zahnens. Diese Symptome treten daher vereinzelt auf und sind je nach Baby stärker oder schwächer wahrnehmbar. Teilweise können einzelne Symptome auch in Verbindung mit anderen Symptomen auftreten:

  • Allgemeine Reizbarkeit – Das Baby ist unruhig, häufig hat es auch ein deutlich höheres Nähebedürfnis.
  • Sabbern – Babys tendieren dazu, während des Zahnens einen ausgeprägten Speichelfluss zu haben. Häufig nutzen Babys dann ihr Fäustchen oder einen Gegenstand, um darauf herumzukauen. Dies kann dazu führen, dass Babys Gesichtshaut um den Mund herum gereizt reagiert.
  • Geschwollenes, empfindliches Zahnfleisch – Die Milchzähne bahnen sich jetzt ihren Weg. Es reagiert das Zahnfleisch mit einer deutlichen Rötung und ist bei Berührung schmerzempfindlich.
  • Appetitlosigkeit – Während des Zahnens haben viele Babys weniger Appetit.
  • Probleme beim Einschlafen und Durchschlafen – Häufig berichten Eltern davon, dass ihre zahnenden Babys schlecht einschlafen und ihren Nachtschlaf häufig unterbrechen.

Ist es wahr, dass das Zahnen Fieber und sogar Durchfall hervorrufen kann?
Zahnen ist für den Organismus anstrengend. Dies kann dazu führen, dass das Immunsystem geschwächt ist. Daher haben manche Babys gleichzeitig mit dem Zahnen Infekte, die manchmal mit Fieber oder auch Durchfall einhergehen können.


Dies hilft Ihrem Baby jetzt:

Utensilien beim Zahnen
Giraffe Sophie

Etwas zum Draufbeißen tut gut
Typischerweise lieben zahnende Babys es sehr auf etwas Hartem herumzubeißen. Diese Art Massage scheint den Schmerz zu lindern und das Durchbrechen der Zähne zu erleichtern. Ein dem Alter Ihres Babys entsprechender Beißring ist sehr zu empfehlen. Beißringe gibt es in unterschiedlichsten Formen und Größen, z.B. auch als Giraffe. Manche Babys bevorzugen hingegen einen weichen Waschlappen zum Kauen.

Kälte hilft beim Zahnen
Kälte beruhigt die Schmerzen. Ein kalter Löffel im Mund, ein kalter Waschlappen auf der Wange oder auch den Beißring vorher im Tiefkühlfach aufzubewahren kann helfen. Manche Produkte enthalten ein Kühlgel.

Zahnfleischmassage
Falls Ihr Baby es mag und erlaubt, können Sie das Zahnfleisch sanft massieren. In Phasen stärkerer Schmerzen kann das helfen. Sogenannte Silikondäumlinge können hier zusätzlich lindernd wirken.

Fußmassage
Eine Massage der Zehenkuppen, kann schmerzlindernd sein. Dort liegen die Reflexzonen der Zahnleisten und eine Massage kann etwas Linderung bringen.

Bernsteinkette
Viele Mythen ranken sich um die Wirksamkeit einer Bernsteinkette beim Zahnen. Unabhängig von Ihrer Einstellung dazu, sollten Sie auf einen Sicherheitsverschluss achten, falls Sie sich dafür entscheidest, deinem Baby eine Bernsteinkette anzuziehen.

Veilchenwurzel
Desinfizierend und schmerzstillend beim Zahnen wirken Veilchenwurzeln. Man bekommt sie im Bioladen, in manchen Drogeriemärkten (DM) oder auch in einer gut sortierten Apotheke. Das Kauen auf der Wurzel lindert Schmerzen. Außerdem enthalten die Wurzeln ätherische Öle und haben einen sehr angenehmen Geschmack. Die in der Wurzel enthaltenen Schleimstoffe sollen für die gute Wirkung verantwortlich sein. Hin und wieder sollte sie zur Desinfektion gekocht werden.

Kamillen- und Salbeitee
Kamillen- und Salbeitees helfen Schmerz beim Zahnen zu lindern, beruhigen und wirken entzündungshemmend. Am besten tragen Sie eine Teetinktur mit einem Wattestäbchen auf das Zahnfleisch auf.

Ablenkung
Immer gut beim Zahnen ist Ablenkung. Ihr Baby ist so interessiert an der Welt, allem Neuen, an Ihnen – da lässt es sich gerne und bereitwillig ablenken. Die zwischenzeitlich stechenden und störenden Schmerzen des Zahnens sind dann schnell vergessen. Was Sie hierzu brauchen ist lediglich Geduld und Zeit.

Erkältungen vermeiden
Aufgrund des erhöhten Speichelflusses werden Hemdchen die darunter liegende Haut schnell feucht. Besonders in der kalten Jahreszeit führt dies bei Babys vermehrt zu Erkältungen. Abhilfe verschaffen hier Halstücher und Lätzchen oder auch Mulltücher, die Babys Hemdchen und Pullover trocken halten.

Schmerzmittel
Dein Kinderarzt oder auch deine Apotheke können gut verträgliche Mittel bei Zahnungsschmerzen empfehlen. Es handelt sich hierbei in der Regel um Mittel zur lokalen Schmerzdämpfung. Diese werden einfach auf das Zahnfleisch aufgetragen und leicht einmassiert. Aus unserer Sicht spricht nichts dagegen, solch ein Präparat zwischendurch dann einsetzen, wenn die Schmerzen beim Zahnen (vor allem in der Nacht) sehr groß sind.

Wir empfehlen aber einen sehr sorgsamen und sparsamen Umgang damit, denn für langanhaltenden Dauergebrauch sind diese Mittel nicht geeignet. Am besten sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt.

Homöopathie
Auch hier stehen einige Möglichkeiten zur Verfügung, um die Schmerzen beim Zahnen erträglicher zu machen. Sprechen Sie vor der Anwendung unbedingt mit einem Facharzt oder einem Heilpraktiker und klären Sie Art und Dauer der Anwendung.

Häufig empfohlene Präparate sind:

  • Chamomilla
  • Belladonna
  • Osanit

 


Viel Erfolg im Umgang mit dem schwierigen Thema Zahnen

wünscht Alexandra Zanetti!