Monthly Archives: Juli 2018

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Personaltraining in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft befindet sich unser Körper im Ausnahmezustand und muss Höchstleistungen vollbringen: das Blutvolumen steigt, unser Herz schlägt schneller (nicht nur beim Anblick des Ultraschallbildes) und der Sauerstoffbedarf steigt deutlich an, was ich schon nach einigen Treppenstufen gemerkt habe (ein Hoch auf den Fahrstuhl). Außerdem werden Hormone ausgeschüttet, die sich sowohl auf unsere Psyche als auch auf den Körper auswirken.

Dennoch habe ich beschlossen, weiterhin Sport zu betreiben, um die 40-wöchige Schwangerschaft gesund und glücklich genießen zu können. Trotz zahlreicher positiven Erfahrungsberichte meiner Freundinnen und Kolleginnen, was den Sport während der Schwangerschaft angeht, war ich anfangs sehr skeptisch. Tut es meinem ungeborenen Kind denn überhaupt gut, wenn ich Sport treibe und meinen Körper während der Schwangerschaft zusätzlich belaste?

Viele Mütter haben in Sache Sport während der Schwangerschaft die selben Sorgen wie ich sie anfangs hatte.  Man will dem ungeborenen Kind nicht zu viel Stress aussetzen. Darüber hinaus wird man mit wachsendem Babybauch körperlich immer eingeschränkter und dadurch auch gerne sportlich inaktiv. Auch bei mir waren die Überwindung und Anstrengung im Vergleich zu meinem nicht-schwangeren Zustand deutlich größer. Dennoch wollte ich während der Schwangerschaft nicht auf meinen Sport verzichten.

Sportlich durch die Schwangerschaft

Schwanger und sportlichAlso habe ich mich von einer Personaltrainerin aus Mainz beraten lassen und erfahren, dass Sport während der Schwangerschaft viele Vorteile mit sich bringen soll: die Körperhaltung und der Rücken werden mehr gestärkt, er soll zur Vorbeugung gegen Wadenkrämpfe, Venenstau, Hämorrhoiden, Thrombosegefahr und Wassereinlagerungen dienen. Darüber hinaus unterstütz der Sport den Körper dabei, die Anstrengungen und den Schmerz der Geburt durch mehr Kraft und Ausdauer zu verkraften.

Förderung der Babys im Mutterleib

Außerdem hat der Sport während der Schwangerschaft auch Vorteile für unsere Kleinen:  Sie kommen vital auf die Welt und durch den Sport steigt die Herzfrequenz der Babys und sie weisen bei der Geburt weniger Fettzellen auf. Das Schaukeln im Mutterleib beruhigt und fördert insbesondere die Sinnesorgane des Nachwuchses.

Welche Sportarten sind der Schwangerschaft erlaubt?

Mit diesen Argumenten hatte mich die Personaltrainerin überzeugt und ich verabredete mich mit ihr zum ersten Training… Zuallererst habe ich hierbei erfahren, dass Mama sich auf die Sportarten beschränken sollte, die den Körper nicht unnötig belasten, d.h. bis an seine Grenzen belasten. Denn da der Körper durch die Schwangerschaft schon auf Hochtouren arbeitet, ist auch der Höchstleistungssport währenddessen nicht zu empfehlen, bzw. hiervon hat sie mir dringendst abgeraten!

Ausdauersportarten, die die Kondition und auch Sauerstoffkapazität verbessern und dennoch die Gelenke schonen sind besonders gut geeignet. Hierzu gehören: Radfahren, Walken, Schwimmen, Spazieren gehen, Steppen und Aquarobic.

Da ich schon vor der Schwangerschaft regelmäßig joggen war und auch bis zu 3-mal in der Woche im Fitnessstudio trainiert habe, durfte ich dies beibehalten. Natürlich bin ich nicht die große, übliche Runde gelaufen, sondern eine etwas kleinere und in einem gemächlichen Tempo. Dennoch tat mir dieses Training sehr gut und ich war emotional befriedigt. Gerade wenn meine Hormone einmal wieder durchdrehten, zog ich meine Laufschuhe an und ging los. Zuhause angekommen hatte ich den Kopf frei, war beruhigt und mit der Zeit hat sich auch mein Körper- und Selbstwertgefühl, welches in der Schwangerschaft ja gerne geringer wird, gesteigert.

Im Fitnessstudio sollte ich mich nur auf die großen Muskulaturgruppen und die Rumpfmuskulatur konzentrieren.

Empfehlung einer Personaltrainerin

Ich empfehle euch – wenn ihr Lust auf Sport in der Schwangerschaft habt – unbedingt eine Personaltrainerin hinzuzuziehen. Denn sie kann auch in Zeiten, in denen man einfach keine Lust auf Sport hat, motivieren und wertvolle Tipps geben, wie man auch mit Babybauch den Körper in Form halten kann.

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Akupunktur in der Schwangerschaft

Jede Schwangerschaft verläuft anders, sogar bei einem selbst. Selbst als Außenstehende lässt sich das sehr oft beobachten. Aber kaum eine Schwangerschaft verläuft ohne irgendwelche Probleme oder Wehwehchen. Doch Medikamente und vor allem Schmerzmittel zu schlucken, ist einfach nicht so toll, wenn in einem ein verletzliches Leben reift, das sensibel auf jeden Umwelteinfluss reagiert.

Wenn Medizin nicht weiterhilft

Und das bringt mich wieder zu mir: Ich hatte in meiner letzten Schwangerschaft mit heftigen Migräneattacken zu kämpfen; hämmernde Schmerzen, Übelkeit und absolute Lichtempfindlichkeit – und dass manchmal bis zu zwei Tage lang. Wer das selbst erlebt hat, weiß, dass man da am Liebsten sterben würde: Okay, wirklich sterben wollte ich natürlich nicht, aber ihr könnt euch vorstellen, dass es mir hundeelend ging.

Akupunktur in Freiburg

 

 

 

 

 

Hilfe war weit und breit keine in Sicht, denn gegen Migräneattacken helfen nur die wirklich heftigen Schmerzmittel (wenn überhaupt!), aber bei einer Schwangerschaft sind die natürlich ein absolutes No-Go.

Rettung Akupunktur!

Zum Glück hat mir dann eine gute Freundin den Rat gegeben, dass ich es doch einmal mit Akupunktur versuchen soll. Zuerst war ich gar nicht begeistert von der Vorstellung, mich von Nadeln piksen zu lassen. Aber ich war so verzweifelt, dass ich mir dachte: Hey, schlimmer als die Migräne kann es ganz sicher nicht werden! Ich war dann auf Empfehlung meiner Freundin bei einem Spezialisten für Akupunktur in Freiburg. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Das hat wirklich geholfen. Durch die regelmäßigen Akupunktursitzungen sind die Migräneanfälle zwar nicht ganz verschwunden, aber sie wurden deutlich weniger, waren kürzer und dann auch nicht mehr so heftig. Sogar die Übelkeit blieb irgendwann aus. Ein Segen!

Die sanfte Alternative zur Schulmedizin

Nach meinen Erfahrungen habe ich mich dann ein bisschen schlau gemacht, was es mit der Akupunktur auf sich hat. Ursprünglich ist das Wissen um diese Behandlungsmethode in China entstanden. Demnach ist jeder Mensch von Körperlinien durchzogen, durch die Lebensenergie fließt. Mithilfe der Akupunkturnadeln werden Blockaden in diesem Energiefluss gelöst, sodass dadurch körpereigene Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Das soll bei chronischen Krankheiten und ebenfalls bei der Behandlung von Schmerzen helfen. Ob man daran glauben will oder nicht – ich war froh, endlich Hilfe bei meinen Migräneattacken gefunden zu haben, die vollkommen ohne Tabletten & Co. auskam.

Akupunktur, der Helfer bei vielen Beschwerden

So ganz nebenbei haben sich außerdem meine schwangerschaftsbedingten Rückenschmerzen verbessert, für die ich bis dahin Massagen bekommen hatte. Ich war so begeistert, dass ich all meinen Freundinnen von meinen Erfahrungen vorschwärmte. Dabei stellte sich heraus, dass manche während ihrer Schwangerschaften selbst schon Akupunktur ausprobiert hatten. Ich war selbst ganz baff, wogegen Akupunktur alles helfen kann. Die vielen positiven Erzählungen haben mich später dann auch überzeugt, Akupressur (Akupunktur, die mit Druck statt Nadeln arbeitet) anzuwenden, als unsere Jüngste regelmäßig mit Übelkeit zu kämpfen hatte.

Ich bin übrigens keine Ärztin! In diesem Bericht will ich nur meine Erfahrungen teilen, keine Gesundheitstipps verteilen. Ich freue mich, wenn dieser Artikel weiterhelfen konnte, aber wenn jemand darüber nachdenkt, sich in der Schwangerschaft mit Akupunktur behandeln zu lassen, dann informiert euch vorher und sprecht mit dem Arzt eures Vertrauens.