Schon während der Schwangerschaft stellte ich mir die Frage, wie ich meinem Nachwuchs die Welt erklären kann. Zum Glück ist man in der Babyphase meilenweit entfernt von philosophischen Fragen, doch die Fähigkeit Kommunikation zu verarbeiten beherrschen wir mit der Geburt. Jede Handlung, die das Kind von uns spürt und wahrnimmt, wird in jeder Sekunde über Spiegelneuronen verarbeitet und prägt die spätere Entwicklung. Ich würde meinem Kind gerne ein Gefühl von Geborgenheit und Freiheit vermitteln. Es in ein Laufgitter „einzusperren“, weil ich gerade zu beschäftigt bin, erschien mir sehr brutal. Nach den ersten Monaten als Mama fange ich aber an zu verstehen, dass solche Erfindungen durchaus ihre Berechtigung haben und zahlreiche Vorteile bieten. Ich teile heute gerne mein Wissen über Sicherheit im ersten Jahr des Kindes und welche Maßnahmen im Haus sinnvoll sind.
Die Gefahren des Alltages
In den ersten Lebensjahren entwickelt sich das Kind unglaublich schnell. Jede Entwicklung verändert die Interessen und Bedürfnisse des Kindes. Dies führt zu einer erhöhten Unfallgefährdung. Jede neue Fähigkeit muss unter verschiedenen Bedingungen durch Ausprobieren und Üben erlernt werden, bis sie sicher angewendet werden kann. Kinder kennen zu Beginn keine Gefahr. Das Gefahrenbewusstsein sowie ein sicherheitsorientiertes Verhalten werden erst im Laufe der Kindheit erworben und sind von unzähligen Fähigkeiten abhängig. Ab etwa vier Jahren kann ein Kind aufklärende Hinweise der Eltern und die eigenen Erfahrungen nutzen, um ein Bewusstsein für Gefahren zu entwickeln. Bis zu diesem Punkt liegt sein Wohlsein in unseren Händen, 24 Stunden am Tag. Wo liegen nun die größten Gefahren im Alltag?
Sicherheit und Komfort im Fokus im ersten Lebensjahr

Im zweiten Lebenshalbjahr nehmen Beweglichkeit und Selbstständigkeit weiter zu. Es gilt die Welt kriechend, schlängelnd und krabbelnd zu entdecken. Gegen Ende des ersten Jahres konnte mein Sohn sitzen und begann sich an allen Gelegenheiten hochzuziehen. Mit Hilfe von Möbeln balancierte er sich zu seinen ersten Schritten. Spätestens jetzt war die Zeit für ein Laufgitter in unserer Familie gekommen, ich erkannt schnell die Vorteile. Es ist faktisch unmöglich, das Kind rund um die Uhr zu beaufsichtigen. Läuft es seinem eigenen Willen hinterher, bleibt die Welt für eine besorgte Mutter stehen und somit das soziale Leben und jegliche Hobbys. Ich koche regelmäßig und gerne für meine Liebsten und wollte diese Leidenschaft nicht aufgeben. Bei otto.de bestellte ich nun das für uns richtige Laufgitter. Entscheidend für meinen Bestellbeschluss war die Situation, als mein Sohn versuchte sich am Tischtuch hochzuziehen, während ich telefonierte. Dem fliegenden Teller folgten Tränen, zum Glück ist nichts Schlimmes passiert. Seit dem sind Tischdecken bei uns in die Schublade verbannt und mein Kleiner bei Bedarf sicher im Laufgitter aufgehoben. Alle Möbel und Gelegenheiten, an dem sich das Kind hochziehen kann, müssen kippsicher verankert sein. Weitere Unfallrisiken finden wir bei Verlängerungs- und Stromkabel und vor allem Steckdosen. Steckdosensicherungen sollten spätestens installiert werden, wenn das Kleinkind anfängt, in der Wohnung mobil zu werden. Auch Schutzgitter an Treppen sind notwendig, denn ein Sturz kann fatale Folgen haben. Medikamente und Putzmittel bewahre ich seit der Geburt meines Sohnes an einem Ort auf, den er unmöglich erreichen kann. Man sollte auch darauf achten, keine giftigen Pflanzen und Blumen zu haben oder sonstige Objekte in der Wohnung offen liegen lassen, die für das Kind gefährlich werden können. Hierzu gehören Messer, Scheren, Aschenbecher, Zigaretten, Glas, etc…….
Stellen Sie sich die Welt Ihres Kindes mit seinen Augen vor. Es hilft sich auf Sichthöhe des Kindes durch das zu Hause zu bewegen, um weitere Risiken zu entdecken. Das beste Mittel für die Sicherheit des Kindes ist und bleibt die Aufmerksamkeit der Eltern.

