Die Frage nach dem Haustier

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Ostern

„Mama, können wir ein Haustier haben?“ – Diese Frage bekommt sicher jede Mutter irgendwann gestellt und muss bei der Beantwortung abwägen, was wohl die richtige Reaktion auf den Wunsch des Kindes ist. Egal ob Hund, Hamster oder Wellensittich, so ein Haustier macht schließlich immer Arbeit und kostet Geld.

Ich selbst habe deswegen lange überlegt, als meine Kinder mit dieser Frage auf mich zukamen. Einerseits ist es klar, dass zumindest bis zu einem bestimmten Alter des Kindes die Hauptarbeit an den Erwachsenen hängen bleibt. Zudem muss ein Haustier auch in Urlaubs- und Ferienzeiten versorgt werden können.  Andererseits haben Tiere auch eine wunderbare Wirkung auf Kinder, sie sind Spielkamerad und Seelengefährte und sie bringen dem Kind auf spielerische Art und Weise bei, was es heißt Verantwortung (für jemanden) zu übernehmen.

Welches Haustier passt zur Familie

Nachdem der Familienrat also, sehr zur Freude der Kinder, beschlossen hatte, dass ein Haustier eine gute Idee sei, stelle sich nur noch die Frage welches Tier es denn werden sollte. Gingen wir nur nach den Kindern, wäre von Hund bis Krokodil alles in unserer Wohnung willkommen.

Nach Bedenken aller Gründe haben wir uns jedoch gegen einen Hund entschieden – zumindest jetzt. Ein Hund ist schließlich wie ein Familienmitglied, er braucht besonders viel Zuwendung und Zeit und auch der Auslauf muss gut geregelt sein. In einer Stadtwohnung, mit zwei Kindern und Job  wird man dem Vierbeiner deswegen meiner Meinung nach nur bedingt gerecht. Das Krokodil fiel aus anderen Gründen als Haustier aus 😉

Passend zu Ostern: Hasenzuwachs bei der kleinen Krone

HaustierAls Alternative dachte ich dann ein Nagetier. Da Hamster zwar ein wenig pflegeleichter, jedoch fast ausschließlich nachtaktiv sind, durften meine Kinder schlussendlich zwei Kaninchen bei uns zuhause empfangen. Gleich zwei? Ja zwei, denn Hasen leben in der Natur in größeren Gruppen und fühlen sich trotz menschlicher Zuwendung ohne Artgenossen oft alleine.

Einen passenden Hasenstall für den Garten oder Balkon hatte man leicht gefunden, sodass unsere Beiden sich sowohl in Ihrem Bettchen in unserer Wohnung als auch im Auslauf wohl fühlen. Natürlich lieben die beiden Jungs unsere zwei Hasen heiß und innig. Damit diese Begeisterung jedoch auch anhält und sie sich verantwortungsvoll um ihre Tiere kümmern, haben wir ein paar Regeln aufgestellt, die Bedingung für die Anschaffung des Haustiers waren.

Vorsichtig streicheln und spielen

Kinder sind manchmal übermütig und können die Kraft die sie aufwenden oft noch nicht so ganz dosieren. Deswegen ist es wichtig, den Kindern das richtige Verhalten gegenüber den Tieren beizubringen. Hasen sind ganz besonders ruhige und freundliche Tiere und lassen sich gerne streicheln und kraulen. Wir haben das zu Anfang mit unseren Jungs geübt.

Auf das Tier hören

Wie auch wir Menschen haben Tiere Gefühle. Sie können zwar nicht sprechen, teilen uns jedoch was sie mögen und nicht mögen sehr gut mit Ihrer Körpersprache mit. Deswegen ist es wichtig, dass auch die Kinder die Sprache des Kaninchens verstehen und es beispielsweise in Ruhe lassen, wenn es nicht mehr gestreichelt werden will.

Den Käfig sauber halten

Genau wie wir, möchten auch unsere Hasen in einer sauberen Wohnung leben. Genau wie bei uns darf deswegen durchaus einmal Spielzeug herumliegen, das Grobe muss jedoch aufgeräumt werden. Damit die Kinder das lernen, putzen wir derzeit jede Woche gemeinsam den Hasenstall. Später, wenn die Kinder alt genug dafür sind, sollen Sie es dann alleine machen können.

Das richtige Füttern

Damit wir genau wissen, was für Kaninchen gut ist, haben wir uns eine Liste aus dem Internet heruntergeladen und an den Kühlschrank gehängt. Dort sind die jeweiligen Lebensmittel abgebildet und haben je nachdem ob es gesund für das Tier ist, einen lachenden oder traurigeren Smilie.

So können die Kinder wenn Sie füttern oder mit einem Leckerlie loben möchten, ohne Probleme den ein oder anderen Happen geben. Trotzdem passen wir natürlich auf, dass unsere Kinder die beiden Hasen nicht überfüttern oder vielleicht doch falsch ernähren.

Auch wenn die Hasen die Haustiere der Kinder sind, haben wir doch die Verantwortung dafür, dass unsere Kinder verantwortungsvoll mit den Haustieren umgehen und müssen sie anleiten und ein gutes Vorbild abgeben.

So klappt das Experiment Haustier wunderbar. So gut, dass vielleicht irgendwann vielleicht doch auch ein kleiner Welpe unser Familienmitglied werden wird. Wer weiß…

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