Seitdem ich in Freiburg wohne, habe ich mich zu einem richtigen Fahrradfanatiker entwickelt. Eines Tages, vor gut 5 Jahren, überzeugte mich ein guter Freund zu einer Fahrradtour durch die umliegenden Wälder. Ich war zuvor eher ein Sportmuffel, doch die frische Luft und die Ruhe haben ihren besonderen Reiz – Ich fühle mich nach einer Radtour sehr entspannt und versuchte so oft wie möglich die Gelegenheit dafür zu finden. Dann kam die Schwangerschaft und mein Fahrrad wanderte gegen Ende der 4. Woche leider in den Keller. Bis zu meinem Geburtstag. Meine Mutter, als waschechte Freiburgerin natürlich ebenfalls sehr Fahrradorientiert, schenkte mir einen Gutschein für einen Fahrradanhänger. Zeit nun nach fast einem Jahr Praxistest ein erstes Fazit zu ziehen.
Was hat sich verändert?

Die Qual der Wahl
Für die Familie ist der Fahrradanhänger die perfekte grüne Transportalternative. Bei gut 60% der Strecken transportieren wir Waren und Güter. Aus diesem Grund habe ich mich für einen Zweisitzer KID Plus der Marke Croozer entschieden. Der Anhänger bietet zwei voneinander getrennte Kindersitze. Mein Sohn findet in der Babyschale (Weber universal) rechts seinen Platz, die Einkäufe werden bei Bedarf links verstaut. Durch die Federung ist eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung kein Problem und ohne zusätzliche Einstellungen möglich. Babyschalen können für Neugeborene ab dem 2ten Monat genutzt werden. Mit wenigen Griffen kann der Fahrradanhänger in einen Buggy (kleines Rad) oder Walker (großes Rad) umgewandelt werden und ist so ohne Fahrrad für Spaziergänge und Joggingtouren einsetzbar.
Mit dem Verdeck kann ich meinen Sohn vor Insekten, Kälte und Wind schützen. Das Gewicht liegt bei gefühlten 20kg, laut Hersteller sind es 13kg. Lasten bis zu 45kg dürfen in dem Anhänger transportiert werden. Da der Anhänger mein Fahrradlicht verdeckte, musste ich ein zusätzliches Licht installieren. Heute sind zweiteilige Kupplungen der Standard. Sie ermöglichen ein schnelles An- und Abhängen des Anhängers. Für mich besonders praktisch, wenn ich schnell ohne Kind aus dem Haus gehe. Folgende Punkte sollte man immer beachten:
- Anschnallpflicht gilt auch im Fahrradanhänger.
- Transportmittel mit Versicherungskennzeichen (Motorräder, E-Bikes ab 25km/h) dürfen keine Fahrradanhänger ziehen.
- Ab sieben Jahren dürfen Kinder nicht mehr im Anhänger mitgenommen werden – Er bleibt weiterhin eine komfortable Einkaufsoption!
- Die Person auf dem Fahrrad muss mindestens 16 Jahre alt sein.
- Straßentaugliches Fahrrad mit einwandfreien Bremsen und Licht ist Pflicht!
Vor jeder Fahrt nehme ich zur Sicherheit eine Sichtkontrolle von Fahrrad und Anhänger vor, einmal im Jahr sollten wie beim Auto der komplette Check beim Fachmann erfolgen. Ich habe meinen Fahrradanhänger bei Binninger in Freiburg gekauft. Das Fachgeschäft wird von einem serviceorientierten Team geführt und bietet eine große Auswahl an Anhängern aller Art. Vor allem das Beratungsgespräch im Laden hat mir sehr weitergeholfen. Die Verkäuferin nahm sich lange Zeit für meine Ansprüche und beriet mich zuvorkommend in den Punkten der Straßenverkehrsordnung. Ich habe mein Fahrrad und meinen Sohn für einen Probelauf mitgenommen und konnte mein Lieblingsmodell direkt ausprobieren.
Die ersten Monate waren eine Zeit der Umstellung und teilweise sehr anstrengend. Danach machten sich bei mir die gesteigerte Fitness und das gesparte Benzingeld bemerkbar. Ich war wieder zu 100% motiviert. Der Anhänger ist zwar zu groß für Touren in den Bergen, doch wieder flexibel das Fahrrad nutzen zu können stimmt mich zufrieden und glücklich.
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