Zähne putzen muss das sein?

Zähne putzen muss das sein?

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Zähneputzen

Animiert von euren Rückmeldungen habe ich beschlossen, noch einen Artikel über das richtige Zähneputzen zu schreiben. Zähneputzen ist wichtig – das weiß jeder Mensch. Nur wenige wissen aber wie wichtig richtiges Zähneputzen von Anfang an ist. Viele frischgebackene Eltern sind der Meinung, dass beim Anbruch des ersten Milchzähnchens noch kein Putzen notwendig ist. Genau das Gegenteil ist aber der Fall – Bakterien, die Verursacher von Karies sind, finden sonst leicht einen Nährboden, betont auch Dr. Lux. Die Folge sind Löcher bereits im frühen Kindesalter. So ist die Realität. Aber das Zähneputzen bleibt nach wie vor ein sehr heikles Thema bei Kindern und Eltern, denn kaum ein Kind putzt freiwillig und gerne Zähne.

Ich habe viel darüber nachgedacht, wie ich meinem Kind helfen kann das Zähneputzen schnell und mühelos zu erlernen. Mein größtes Problem war viel mehr: Wie bringe ich ihm bei, dass Zähneputzen sehr wichtig ist und auch noch Spaß machen kann?

Das richtige Zähneputzen

Am Anfang habe ich meinem Kleinen nach jeder Mahlzeit die Zähne geputzt. Dafür benutze ich einen Fingerling zur Reinigung vom Zahnfleisch und Zähnen. Das weiche Material des Fingerlings ermöglicht eine sanfte Mundhygiene und ein spielerisches Heranführen an das Ritual des Zähneputzens, das dann mit dem ersten Milchzahn begann. Mein Kind war sehr daran interessiert, es selber auszuprobieren. Dass es am Anfang nicht so gut mit dem Putzen klappt, ist kein Grund zur Sorge. Viel wichtiger ist es, dass das Kleinkein einen täglichen Rhythmus erkennt und lernt. Nur so kann man spätere Streitigkeiten und Sätze wie „ Ich will aber keine Zähne putzen“ vermeiden.

Zähneputzen aber wie!

Ich finde es wichtig, dass die Kinder allein die Zähne putzen. Dennoch ist aber eine Kontrolle und Nachputzen von den Eltern aus meiner Sicht empfehlenswert. Nur so konnte ich zum Beispiel frühzeitig falsche Verhaltensmuster erkennen und korrigieren. Einige Tipps können dabei sehr hilfreich sein:

  • ZähneputzenDie Auswahl der richtigen Zahnbürste: Am Anfang reicht es, wenn die Kinder mit einer kleinen weichen Baby Zahnbürste ihre Zähnchen putzen. In diesem Alter ist Zahnpasta noch nicht notwendig. Ab etwa zwei Jahren putzen Kinder dann am besten mit einer Zahnbürste mit sehr weichen Borsten. Mein Kind war bereits in diesem Alter begeistert, seine Zahnbürste selber auszusuchen. Lustige Motive von Winnie Puh oder der Biene Maja machen das Putzen wesentlich angenehmer. Wichtig dabei ist, die Altersgruppe zu beachten, die Zahnbürstenhersteller angeben, denn danach richten sich die Größe und auch Härte der Borsten sowie die Länge und Dicke des Griffs der Zahnbürste
  • Zahnpasta mit Erdbeergeschmack? Lieber nicht, raten viele Zahnärzte. Durch den Duft und der süße Geschmack verschlucken viele Kinder die Zahnpasta einfach – so war es auch bei uns. Eine erbsengroße Menge einer geschmacksneutralen Zahnpasta mit einer Menge von 500 ppm Fluorid reicht aus und hilft besser, als die süßen Cremes die nur gegessen werden. Zudem erleichtert es den späteren Umstieg auf eine normale Zahncreme.
  • Die richtige Putzmethode. Seit Jahren hat sich die K-A-I Methode etabliert. Es geht darum, sich die Reihenfolge bei Putzen zu merken. Zuerst die Kauflächen , dann mit kreisenden Bewegungen die Außenflächen der Zähne, zuletzt die Innenflächen. Jede Bewegung geht vom Zahnfleisch zum Zahn – von rot zu weiß. Ein netter Spruch wie dieser „Zähne putzen, muss der kleine Schmaus, die Zähne müssen sauber sein, sonst fall’n sie alle aus!“, können das Ritual vereinfachen.  Dass Kinder jedoch keine Lust auf das Zähne putzen haben ist, ließ ich mir, als ich dieses Problem hatte sagen, völlig normal. Aber mit ein paar kleinen Tricks konnte ich auch meinen Schatz etwas zur Zahnreinigung animieren, sodass wir nun keine allabendlichen Kämpfe mehr durchführen müssen.

Geschichte erzählen. Es gibt eine Reihe von interessanten Bilderbücher zum Thema Zähneputzen. Wir schauen bis heute noch vor dem Zähneputzen ein Buch an. Eine fortlaufende Geschichte, wie die von der Zahnhexe Klapperzahn, motiviert und macht neugierig.

  • Vielleicht hilft ein nettes Lied? Sobald das Lied ertönt, weiß das Kind, dass es Zeit zum Zähneputzen ist. Auch gemeinsam dieses Lied singen lockert die Stimmung:

 

„Alle Kinder Groß und Klein
putzen sich die Zähne fein.
Mehrmals hin mehrmals her,
von Rot nach Weiß ist auch nicht schwer.

Essen wir Bonbon im Bett,
findet das der Zahn nicht nett.
Mehrmals hin mehrmals her
von Rot nach Weiß ist auch nicht schwer.

Äpfel und Möhren wollen wir Essen
und es keinen Tag vergessen.
Mehrmals hin mehrmals her
von Rot nach Weiß ist auch nicht schwer.“

  • Für Kinder, die sich auch mit den buntesten Zahnbürsten und schönsten Liedern nicht zum Zähneputzen bewegen lassen, finden sich bei vielen Zahnärzten ansprechende Angebote. In der Dr. Lux Zahnarztpraxis lernen die Kinder mit den Maskottchen Blitzi und Blanki spielerisch das Zähneputzen.

Ich hoffe mit meinen Tipps können Sie nun Ihr Kind zum Zähne putzen bewegen. Und wenn es doch mal nicht klappt – ruhig bleiben und tief ein und ausatmen – unsere Mütter hatten sicher dasselbe Problem mit uns.

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