SSW 1 – Die 1. Schwangerschaftswoche

SSW 1 – Die 1. Schwangerschaftswoche

Meine Regel ist seit einigen Tagen überfällig und ich habe mir im Drogeriemarkt einen Schwangerschaftstest geholt. Auf der Packung wirbt der Test damit, dass er eine Schwangerschaft mit 99% iger Sicherheit feststellen kann. Da ich bereits seit ein paar Tagen meine Periode erwarte, habe ich nicht zum „Frühtest“ gegriffen, der bereits vier Tage vor Ausbleiben der Periode eine Schwangerschaft feststellen kann. Diese sogenannten Frühtests sind jedoch nicht absolut zuverlässig und wenn man einen Frühtest durchgeführt hat, sollte man eine weitere Testung am ersten Tag nach dem Ausbleiben der Periode zur Sicherheit unbedingt durchführen.

Schwangerschaftstest
Der Frühtest ist ein hochsensibler Test, der über den Nachweis sehr geringer Mengen des Hormons HCG, eine Schwangerschaft feststellen kann. Auch der klassische Schwangerschaftstest, der einen bis zwei Tage nach Ausbleiben der Periode eine Schwangerschaft nachweist, misst die Menge des Hormons im Urin. Jedoch sind im Vergleich zum Zeitpunkt des Frühtests bereits weit höhere Mengen des Hormons im Urin nachweisbar nach dem Ausbleiben der Monatsblutung. Auch der Frauenarzt kann bereits sehr früh eine Schwangerschaft feststellen. Im Normalfall wird dort ebenfalls ein „klassischer“ Urintest gemacht. Ist die Schwangerschaft noch vor dem Ausbleiben der Regel festzustellen, so wird der Arzt mittels einer Blutentnahme die Schwangerschaft feststellen.

Ich halte den Schwangerschaftstest mit den beiden ausgefüllten Streifen in den Händen.

Was die Schwangerschaftswochen betrifft, so habe ich streng genommen nach den meisten Rechnungen bereits sowohl SSW 1 als auch SSW 2 verpasst. Denn die Befruchtung meiner Eizelle muss ca. 14 Tage nach meiner letzten Regelblutung stattgefunden haben. Da die wenigsten Frauen den Eisprung spüren, wird als Ausgangsmessung für die Berechnung des Geburtstermins die letzte Regelblutung genommen.

Die Entwicklungen in meinem Bauch

In der SSW 1 lief in meinem Bauch noch alles „normal“ ab. Die Gebärmutter hat nach der Periode begonnen, erneut den Schleimhautaufbau zu betreiben und hat somit ideale Bedingungen für eine Schwangerschaft geschaffen. Von den zahlreichen Eizellen, die in mir herangereift sind, war eine besonders bereit und wartet auf den richtigen Zeitpunkt für den Eisprung. In der SSW 1 ist eine Befruchtung zwar noch nicht möglich – doch nun dauert es nicht mehr lang. Genial, wie mein Körper sich auf mein Baby vorbereitet hat!

Diese Themen sind jetzt wichtig:

Direkt nach dem Absetzten der Pille habe ich begonnen, Folsäure zu mir zu nehmen. Diese kommt auch in Lebensmitteln vor, wie etwa in Mangos, Brokkoli, Spinat und in Kohlarten, Eigelb und in Vollkornprodukten. Es wird jedoch empfohlen, zusätzlich ein Folsäure-Präparat zu sich zu nehmen. Diese wird zumindest über die Dauer des ersten Trimesters hinweg empfohlen, um Fehlentwicklungen des Embryos zu vermeiden, die durch einen Folsäuremangel entstehen können.

Auch auf die gesunde Ernährung kommt es jetzt bereits an. So habe ich als werdende Mutter die Möglichkeit, für mein Baby beste Startbedingungen zu schaffen. Also auf zum nächsten Wochenmarkt oder an die Biotheke! Mein Tipp: Öfter mal den lokalen Fruchtsaftladen aufsuchen! Auf die Weise bekommt ihr schnell und einfach eine große Portion Vitamine ab. Aber Vorsicht: Ein übermäßiger Genuss von Apfelschorle zum Beispiel führt dazu, dass der Zuckerspiegel im Blut dauerhaft hoch ist und kann beim Baby zu einem höheren Geburtsgewicht führen.

Das Thema Zucker! – Ein Exkurs in die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Jede Schwangere kennt das: Den berühmten Heißhunger auf Süßes! Der Hunger auf Süßigkeiten in der Schwangerschaft hat einen Grund. Dies sagt zumindest die Traditionelle Chinesische Medizin. Derzufolge wird Nahrung in vier verschiedene Geschmacksrichtungen oder Qualitäten eingeteilt. Schwanger und Stillende haben durch den veränderten Hormonhaushalt einen erhöhten Bedarf an Nahrungsmitteln, die der Kategorie Erde – süß zugeordnet sind.

Viele Schwanger spüren dies intuitiv und greifen daher vermehrt zu zuckerhaltigen Speisen und Getränken. Laut TCM ist dies jedoch keine gute Möglichkeit, um dem Körper in der Schwangerschaft und in der Stillzeit neue Energie zuzuführen. Zucker bewirkt im Körper zwar kurzfristig einen „Peak“ , einen Schub an neuer Energie, der erneute Energieverlust ist dadurch jedoch vorprogrammiert.

Die TCM empfiehlt daher, sich besonders an Nahrungsmittel zu halten, die den Hunger auf Süßes befriedigen und gleichzeitig die Körpermitte (Magen-Milz) stärken. Nahrungsmittel aus dieser Kategorie sind zum Beispiel:

Trockenfrüchte, Obst, Kürbis, Süßkartoffel, Mais, Blumenkohl und viele weitere.