Schwangerschaft – Checkliste

Schwangerschaft – Checkliste

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Checkliste Baby

Wenn man die Nachricht erhält, dass man Nachwuchs erwartet, gibt es jede Menge zu tun. Ich erinnere mich noch sehr genau, dass ich gar nicht genau wusste, was zuerst getan werden muss. Woher auch? Man erfährt und weiß allerlei über den groben Ablauf der Schwangerschaft, was man in etwa alles braucht und das man Anspruch auf staatliche Leistungen hat. Aber wenn es dann an die Umsetzung und den Papierkram geht, wird es schnell unübersichtlich. Ich habe Dinge, die noch Zeit hatten, viel zu früh gemacht und anderes ein wenig zu spät in Angriff genommen. Deswegen habe ich hier eine Liste der wichtigsten organisatorischen Dinge aufgelistet – in der Reihenfolge, die ich, nachdem ich alles das erste Mal erledigt hatte, empfehlen würde.

       Top 10

  1. Zuerst sollte man den Arbeitgeber informieren. Damit hat der Arbeitgeber die Chance, den zeitweisen Ausfall rechtzeitig zu organisieren. Außerdem – was für euch viel wichtiger ist – tritt in dem Moment der Kündigungsschutz in Kraft. Ich habe hierfür ganz einfach eine Schwangerschaftsbescheinigung von meiner Frauenärztin bekommen, auf der auch der Geburtstermin stand. Bei mir lief damals alles rund, aber wenn der Chef sich einmal querstellen sollte, kann man sich zum Beispiel an den Betriebsrat oder an das  Amt für Arbeitsschutz wenden.
  2. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich frühzeitig um eine Hebamme kümmern, die während der Schwangerschaft begleitet. Gerade während der ersten Schwangerschaft gibt sie Sicherheit. Ich weiß noch, wie froh ich war, das Gefühl zu haben, jemanden mit Erfahrung an meiner Seite zu haben. Um die richtige Hebamme zu finden, habe ich erst im Internet geschaut, aber mich dann auf die Empfehlung meiner Frauenärztin verlassen. (ich habe mich Ende des 3. Schwangerschaftsmonats hierum gekümmert)
  3. Je nachdem, ob ihr zu einem Schwangerschafts-Vorbereitungskurs gehen möchtet oder nicht, solltet ihr euch ab dem 5. Monat darum kümmern. Infos hierzu gibt es bei der Hebamme, beim Frauenarzt oder in Geburtshäusern.
  4. Spätestens eine Woche vor dem Mutterschutz (Der beginnt meist 6 Wochen vor dem Geburtstermin) solltet ihr Mutterschaftsgeld bei der Krankenkasse beantragen. Dafür reicht euch die ärztliche Bescheinigung des Geburtstermins.
  5. Bis 7 Tage nach der Geburt müsst ihr euren Zwerg beim Standesamt anmelden, da bekommt ihr dann die Geburtsurkunde. Bei mir hatte sich die Klinik, in der ich entbunden hatte, schon beim zuständigen Amt gemeldet. Hingehen wollte/musste ich allerdings trotzdem noch einmal. Zum Anmelden braucht man einige Papiere: Die Geburtsbescheinigung (bekommt ihr in der Klinik), die elterlichen Personalausweise und – bevor ich es vergesse –   eure Heiratsurkunde  –  wenn  die beiden frischgebackenen Eltern nicht verheiratet sind, braucht man stattdessen die Geburtsurkunde der Mama und – falls schon vorhanden – die Vaterschaftsanerkennung.
  6. Auch zeitnah sollte man die Familienversicherung für den Familiennachwuchs beantragen. Je nachdem, ob Mama oder Papa das erledigt, braucht man nur die Geburtsurkunde des Kindes oder aber (in Papas Falle) wieder die Vaterschaftsanerkennung.
  7. Wer Elternzeit beantragen möchte, sollte das 7 Wochen vor Antritt – also zeitgleich mit Punkt 5&6 beantragen. Das geht beim Arbeitgeber und ihr müsst dafür nur die Geburtsurkunde und einen schriftlichen Antrag bei eurem Arbeitgeber abgeben.
  8. Elterngeld könnt ihr bei der zuständigen Elterngeldstelle eures Wohnortes beantragen, die nötigen Dokumente stehen auf dem Antrag, deshalb erspare ich mir hier mal die Auflistung 🙂
  9. Neben dem Elterngeld hat man auch Anspruch auf Kindergeld. Das könnt ihr problemlos bei der Familienkasse beantragen, hierzu müsst ihr nur die Geburtsurkunde dem Antrag beilegen.
  10. Als letztes fehlt ggf. zukünftig nun nur noch ein Betreuungsplatz, den man aber auch rechtzeitig beantragen sollte, meiner Meinung nach kann man sich darum nicht früh genug kümmern. Dazu gibt es die nötigen Infos beim Jugendamt. Dazu braucht ihr nur (wieder einmal) die Geburtsurkunde.

SchwangerschaftIch hoffe, ich kann euch mit diesen Tipps bei den organisatorischen Dingen während und nach der Schwangerschaft die mühselige Recherche ersparen. So könnt ihr eure Zeit den wichtigen Dingen widmen, den die Schwangerschaft und gerade die ersten Tage nach der Geburt sind etwas so Unglaubliches, dass man sie nicht einem Wust aus Papierkram und Formalien aufopfern sollte.

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