Kindergeburtstag

Kindergeburtstag

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Kindergeburtstag

Wenn der Geburtstag der Kleinen sich nähert, steigt oft auch der Stresspegel bei Frau Mama und Herr Papa. Zumindest habe ich das bei mir und auch bei vielen Bekannten aus dem Kindergartenkreis bemerkt. Manchmal scheint es fast, als gäbe es einen heimlichen Konkurrenzkampf, wer den schönsten, tollsten und spaßigsten Jahrestag, ja, fast schon „abliefert“. Manch einer hält es für nötig, die kleinen Gäste mit prallen Tüten volle Süßigkeiten oder gar Bücher nach Hause zu schicken oder ganze Erlebnishallen zu buchen – all das ist mir zu viel, und wenn die Kinder vor lauter Action und Ablaufplan keinen Raum für sich haben, geht ihnen die kindliche Freiheit verloren. Viel besser ist da doch ein schönes kleines, überschaubares Fest, das die Balance schafft zwischen Planung und spontanen Aktionen.

Die Vorbereitung

Ein rechtzeitig vorbereiteter Kindergeburtstag ist die halbe Miete. Sprecht rechtzeitig mit eurem Kind, wer alles eingeladen werden soll. Wie viele kleine Gäste kommen dürfen, hängt natürlich davon ab, was geplant ist und wie alt die Kinder sind. Eine gute Orientierung, wie viele Gäste angebracht sind, kann das erreichte Alter sein, das heißt zum 4. Geburtstag kann sich Sohnemann oder Töchterchen für 4 Gäste aussuchen, mit 7 dann schon ca. 7 und so weiter. Die Einladungen sollten frühzeitig raus, damit die Eltern gut planen können. Wichtig ist auch, dass man die Eltern nach möglichen Allergien und Unverträglichkeiten fragt, so ist man in puncto Essen auf der sicheren Seite.

Die Geschenke

Viele Eltern werden vorab gefragt, was sich ihre Kleinen wünschen. Manche Eltern erstellen Listen mit möglichen Geschenken, andere gehen mit dem Geburtstagskind vorher in Geschäfte und lassen sie Dinge aussuchen. Und wieder andere lassen sich einfach überraschen. Meiner Erfahrung nach freuen sich die Kinder über unerwartete Geschenke immer noch am meisten. Wenn sich der oder die Kleine also gerade von morgens bis abends in der Dinosaurier-, Feen- oder Eisenbahnen Welt bewegt, kann man ohnehin nicht viel verkehrt machen.

Sommerkinder

Vermutlich ist fast jeder, der im Sommer Geburtstag hat, schon mal darum benieden worden, was für Möglichkeiten sich einem für Geburtstagsfeiern bieten. In der Tat eröffnet gutes Wetter jede Menge Dinge, die man draußen tun kann. Das ist bei Kindergeburtstagen natürlich nicht anders. Je nachdem, wie alt die Gäste sind, kann schon ein kleines Planschbecken für Begeisterung sorgen, aber auch Wasserpistolen tun ihren Dienst. Wer im Sommer feiert sollte aber unbedingt auf die Sonne achten und die Feier eventuell etwas später ansetzen. Mittagshitze tut keine Not. Hüte und Sonnencreme sind Pflicht, ebenso ausreichend Getränke. Auch Bäume, Markisen und Sonnenschirme sind obligat, wer möchte, kann immer wieder Spiele auf der schattigen Terrasse oder drinnen einplanen. Wer im Garten feiert, sollte am besten zeitnah vor der Party nochmal den Rasen trimmen, dass mindert die Gefahr, dass gerade im Hochsommer Bienen und Wespen schmerzhafte und unschöne Erfahrungen machen müssen.

Die Spieleplanung

Wer einen Garten zur Verfügung hat, kann zum Beispiel ein Turnier ausrichten. Das geht natürlich  auch in einem Park, je nachdem , wie viele kleine Gäste kommen und wie weit der Weg zum Haus ist, kann das aber stressen, denn ein Gartenzaun gibt eine gewisse Sicherheit und falls das Wetter nicht mitspielt, kann man sich nicht so schnell nach Hause verziehen. Je nach Gruppen- und Gartengröße kann man mal Gruppenspiele wie Fussball,Tauziehen oder Melonenkernweitspucken mit Einzelspielen  mischen, bis jeder einmal an der Reihe war. Als Abschlussspiel eignet sich ein Koorperationsspiel, damit anschließend alle belohnt werden können, aber natürlich kann man auch eine Siegerehrung einbauen. Noch eine Idee von mir: nicht zeitaufwändig und noch dazu heiß begehrt sind Siegertrophäen aus eisgekühlter Melone, hierfür einfach eine große Wassermelone in nicht allzu dicke Scheiben schneiden und Trophäen ausstechen – das geht gut mit Plätzchenformen, die es in nahezu jeder Form zu kaufen gibt. All das kann bei Bedarf auch Mottoparty-konform umgeändert werden.

Hungrige Mäuler

Was das Essen betrifft sind Kinder meist sehr dankbar und am besten kommen immer noch Nudeln mit Tomatensoße, Würstchen, Pommes oder auch Burger an. In den heißen Sommermonaten sollte man für ausreichend Unterbrechung sorgen und ein kaltes Eis, Früchte oder Milchshakes einbauen. Wer möchte, kann das auch mit einem Spiel in Verbindung bringen.

Feiern in der kalten Jahreszeit

Geburtstagsparty für die KleinenGartenpartys fallen in der kalten Jahreszeit weg, aber wenn das Wetter mitspielt und man ausreichend Schnee hat, sind Wettrennen mit Schlitten der Renner. Da ich diesbezüglich vorsichtig bin, würde ich von Holzschlitten abraten und eher zu Sitzsschalen raten, aber auch Tüten tun ihren Dienst. Es geht ja ohnehin nicht um Geschwindigkeit, sondern um gemeinsamen Spaß. Auch Schneeballzielwerfen auf an einem Baum drapierte, verpackte kleine Plätzchentüten bringt jede Menge Spaß. Auch hier kann man eine Art Turnier gestalten und die Plätzchen für Spielsiege verteilen. Wer nachher die meisten hat, gewinnt. Wenn es draußen regnet, kalt ist oder schlicht ungemütlich, gibt es natürlich jede Menge Spiele für drinnen. Die Kleineren freuen sich, wenn sie frische Plätzchen verzieren können und die dann stolz Zuhause präsentieren können.

Tipps für einen gelungenen Kindergeburtstag:

  • Geschenke: lieber Überraschungen als vorher Ausgesuchtes
  • Rechtzeitige Planung inkl. Einladungen
  • Balance zwischen Planung und Spontanität
  • Eltern der Gäste nach Allergien und Unverträglichkeiten fragen
  • Im Sommer: Sonnencreme, Schatten, Hüte und ausreichend Getränke sind Pflicht!
  • Einfaches Essen: Nudeln, Würstchen und Co. Reichen völlig

Dauer und Ende

Wie lange eine Geburtstagsfeier dauert, hängt wie auch die Gästeanzahl vom Alter der Kinder ab. Bei kleineren Gästen reichen 3 Stunden völlig aus. Besonders stressfrei wird es für die Eltern, wenn man das Essen so legt, das die Feier nach dem Essen endet, denn so umgeht man die Probleme, dass die Kinder nicht aufhören wollen, zu spielen. Und wenn man mit den Kindern vorher etwa Plätzchen backt oder ähnliches, freuen sich die Kinder, ihren Eltern ihre Werke zu präsentieren und der Abschied fällt meist leichter. Immer wieder kommt es vor, dass die kleinen Gäste ganze Tüten voller Bonbons, Schokolade und Krimskrams mit nach Hause bringen. Ich halte diese Geste für ziemlich überzogen. Bei der Geburtstagsfeier sollte die Feier im Vordergrund stehen und reicht als „Geschenk an die Gäste“ völlig aus.

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